DLØART/am

2. Testaktion am 02.10.1994
(Leinenstart)


Zum ersten "gefesselten" Start kam es am 02. Oktober 1994.

Bei relativ guter Witterung, trocken, 13 C, wurde zunächst am QTH von DF9XE / DF1QE zum Versuch ein kleiner Ballon mit Luft gefüllt, um sein Volumen zu testen. Allerdings platzte dieser, bevor er die erforderliche Größe erreicht hatte. Mittlerweile hatten einige OMs einen größeren Latex-Ballon im Clubheim vorbereitet und, wie erforderlich, fünf Minuten in Wasser gekocht. Danach füllte man auch diesen zum Test zunächst mit Luft.

Der Latex-Ballon hielt zum Glück. Hier beim
probeweisen Befüllen mit Druckluft.

Nachdem das glücklich verlaufen war, rüstete man sich mit einer Menge Gerätschaften zur Fahrt auf den Rösteberg, ca. 95 m über NN, in die Nähe vom "Wohnhaus Janning". Der Ballon wurde gegen 16:30 Uhr durch Armin (DF1QE) mit Wasserstoff gefüllt und mittels einer Waage der mögliche Auftrieb festgestellt. Nachdem er die erforderliche Menge Gas hatte, band man ihn an eine 100 m Leine und installierte die Technik. Anschließend um 16:48 Uhr erfolgte der Start.

Das Wetter: 100 % bewölkt, 8/8. Zeitweise leichter Sprühregen. Meist trocken.

Der Auftrieb des Ballons vor dem Start lag ca. 140 g. über dem gewogenen Gesamtgewicht.

Am Ballon wurden folgende Gewichte ermittelt:


Ballon        :   185 g
Technik       :   330 g
Zubehör       :    12 g
              -----------
Gesamtgewicht :   527 g

Der Aufstieg ging sehr schnell vonstatten und bald hatte er, begrenzt durch die Leine, die 100 m Höhe erreicht. Die Bake am Ballon funktionierte ausgezeichnet und ließ sich bestens steuern.

Dirk und Klaus fuhren dann Richtung Steinfurt. Sie meldeten gegen 17:20 Uhr, daß die Bake auf 145,950 MHz mit S 2 - 4 / QSB, gut aufzunehmen sei. Ein OM Lutz konnte die Bake in Münster gut hören. Udo (DG6YBE) konnte sie in Gievenbeck im Keller gut empfangen.

Armin gab verschiedentlich über den Dortmunder Repeater DBØZR Infos über die laufende Aktion. Folgende OMs meldeten sich daraufhin und gaben an, die Bake zu hören: OM Willi aus Bochum, und OM Dirk (DG5DBD) aus Dortmund-Dorstfeld. Das waren die weitesten Rapporte.

Danach wurde der Ballon eingeholt, um den verbliebenen Auftrieb zu messen. Es waren noch 120 g. Der Überdruck betrug noch 5 mm Wassersäule.

Die Funktion des Gasventils wurde überprüft, weil man nicht ganz sicher war, ob es funktionierte. Um 18:15 Uhr wurde erneut gestartet. Das Ventil ließ sich dann aber per Fernsteuerung ausgezeichnet regulieren, denn die anschließende Landung ging so glatt vonstatten, daß der Ballon mit seiner Technik gerade noch über dem Boden schwebte.

Um 18:50 Uhr war die Aktion erfolgreich, wenn auch nur "gefesselt", beendet. Die Teilnehmer waren:
Joachim (DL3YBQ), Oliver (DL9QJ), Fritz (DF9XE), Armin (DF1QE), Dirk (DD1QN), Klaus (DL5YCX), Ralph (DG3YEI), Wilhelm (DG5YGF).

Die ganze Aktion wurde von Dirk und anderen OMs per Video aufgezeichnet. Eine Kostprobe davon war beim Clubabend am 07. Oktober 1994 zu sehen.

Die Nutzlast des Ballons

(Text von Armin und Fritz Gräwe, DF1QE / DF9XE)

(© für alle Photos: Oliver Welp, DL9QJ)


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Letzte Bearbeitung: 16.09.1997
Verantwortlich: © Oliver Welp, DL9QJ - dl9qj@amsat.org