DLØART/am

3. Testaktion am 21.05.1995
(Leinenstart)


Da das Gesamtgewicht des Equipment inzwischen auf etwa 1 kg angewachsen war und der 1-m-Ballon nur 800 g trägt, mußte ein erneuter Test mit dem 2,6-m-Ballon gemacht werden. Es stellte sich die Frage, ob bei einem schlaff gefüllten Ballon Wasserstoff abgelassen werden kann, wenn das Gasventil unten ist. Deshalb wurde am Sonntag, den 21. Mai 1995, ein erneuter Leinenstart angesetzt.

Man traf sich um 14:00 Uhr bei Armin (DF1QE) in der Werkstatt. Um etwa 15:00 Uhr waren alle Vorbereitungen abgeschlossen; es wurde noch ein Team zum "Kuchenholen" abgestellt, und dann fuhr das ARTOB-Team zum Startort, 2 km nordwestlich von Nienberge. Dort wurde der Ballon befüllt und mit der kompletten Telemetrieeinheit und dem Fernsteuerempfänger versehen. DF1QE hatte in der letzten Woche das Telemetrie-Empfangsprogramm fertiggestellt, und dieses wurde bei Klaus (DL5YCX) und Armin (DF1QE) auf dem Notebook installiert und die Telemetrie-Empfangsstationen aufgebaut. Danach wurde DLØART aktiviert und die Telemetrie und die Fernsteuerung getestet. Die Telemetriedaten ergaben, daß die Empfangsstationen und der Telemetriesender einwandfrei funktionierten, jedoch die Sensoren erhebliche Ungenauigkeiten durch HF-Einstrahlung zeigten.

Danach wurde versucht, den Ballon zu starten, was aber sofort zu einem Chaos führte, denn der große Ballon bot eine so starke Windangriffsfläche, daß ihn leichte Windböen an 30 m Leine bis auf den Boden drückten (wobei der Ballon, wie sich später herausstellte, erheblichen Schaden genommen hatte). Die Leine wurde wieder eingeholt, und es begann der Test des Gasablassens. Das Gasventil wurde geöffnet und es passierte, was die meisten vermuteten: nämlich nichts. Der Innendruck des Ballons war viel zu gering, um den oben schwebenden Wasserstoff unten abzublasen. Bei Kaffee und Kuchen auf der Wiese, wurde über Lösungsmöglichkeiten des Problems diskutiert. Es kristallisierte sich heraus zu versuchen, den Ballon kopfüber mit Gasventil oben zu verwenden. Um 18:00 Uhr wurde abgebaut und um 19:00 Uhr lag das ganze "Elend" wieder bei DF1QE in der Werkstatt.

Gewichte und Füllungen des Ballons:


2,6-m-Ballon (feucht) :     1320 g
Antenne               :       55 g
Akku (mit Box)        :      340 g
ARTOB-Box (HF + NF)   :      570 g
                      ------------
Gesamtgewicht         :     2285 g


Der Ballon wurde soweit befüllt, daß er ca. 300 g Auftrieb hatte.

Füllstand der Gasflasche vor dem Start   :  200 bar
Füllstand der Gasflasche nach dem Start  :  140 bar

(Text von Armin und Fritz Gräwe, DF1QE / DF9XE)


Zurück zu den DLØART/am - Vorbereitungen vor dem ersten Start
Zurück zur DLØART/am - Homepage


Letzte Bearbeitung: 16.09.1997
Verantwortlich: © Oliver Welp, DL9QJ - dl9qj@amsat.org