Papiermodell des Altbaus im Maßstab 1 : 250

St. Mauritz, den 20.10.97

Der Beitrag der Fachschaft Mathematik zum Schuljubiläum ist noch rechtzeitig zu Beginn der dunklen Jahreszeit fertig geworden. Das Papiermodell stellt den Altbau des Vorsehungsklosters dar. Die zum Garten liegenden Gebäudeteile, die heute vom Priesterseminar genutzt werden, werden nicht dargestellt. Ein fertig aufgebautes Modell ist in der Kulturhalle ausgestellt.

Der Verkauf soll durch alle Mathematiklehrerinnen und - lehrer erfolgen. Ein Modellbausatz, bestehend aus 9 Bogen und einer Bauanleitung, kostet 5,- DM und kann bei Kollege Langer angefordert werden.

Allen viel Spaß beim Basteln wünscht das Entwurfsteam

Rolf Langer
Ellen Spranke
Thomas Altmeyer

 

 

Anmerkungen zur Baugeschichte des Altbaus des

Gymnasium St. Mauritz

Zu Beginn der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts hatten die Schwestern von der göttlichen Vorsehung nach langer Suche endlich an der Werse bei Handorf einen neuen Standort für ihre Pensionatsschule gefunden. Unter der Planung des jungen Münsteraner Architekten Franz Wucherpfennig (1860 - 1909) begann mit dieser Entscheidung die Baugeschichte des mittlerweile als 'Altbau' bezeichneten Komplexes des Gymnasium St. Mauritz.

Als im Jahre 1897 der Schulbetrieb aufgenommen wurde, bestand das Gebäude nur aus dem Mittelbau mit der Küche und den beiden Refektorien. Der Grundriß hatte die Form eines Kreuzes mit doppeltem Balken, wobei von Beginn an die Kapelle das Herzstück bildete. Die Planung des Baumeisters Wucherpfennig ist ganz von dem für die Zeit des ausgehenden Jahrhunderts typischen, einen neuartigen Baustil suchenden eklektizistischen Stil geprägt. So findet man Elemente v. a. aus der Gotik - wie spitzbögige Fenster mit Maßwerk, Staffelgiebel, Spitzbogenfries, das Strebewerk an der Kapelle, der Dachreiter auf der Kapelle -, aber auch Stilelemente, die anderen Epochen zuzuordnen sind wie die Fenster mit Segmentbögen, das Faltdach an der Kapelle. Zugleich werden auch praktische Erwägungen in die Planung mit einbezogen, indem durch das flache Dach eine räumliche Ausnutzung des Schulgebäudes bis ins Dachgeschoß hinein ermöglicht wird.

Aufgrund der guten Entwicklung der Schule wurden schon bald die ersten baulichen Veränderungen notwendig. Bereits 1903 begann man mit dem Ausbau des Ostflügels, der damals wegen seiner Nähe zur Boniburg den Namen "Schloßflügel" erhielt. Dadurch entstand Platz für mehrere große Klassenräume, Schlafräume für die internen Schülerinnen, einen Zeichensaal, Handarbeitsraum, eine Turnhalle, Bücherei und eine Aula. 1909 erfolgte dann eine weitere Erweiterung des Schulgebäudes durch den Bau des Waldflügels mit einer Turnhalle. Der bisherige Turnraum im Souterrain blieb einstweilen erhalten, so daß Turnstunden parallel erteilt werden konnten. Der zum Wald gelegene Klassenraum ist noch heute sehr beliebt, da er aufgrund seiner beiden Fensterfronten eine besonders freundliche Atmosphäre bietet und den angestrengten Augen und Sinnen etlicher Generationen von Schülern und Schülerinnen eine willkommene Abwechslung und Erholung geboten hat. Beide Anbauten wurden von Baumeister Wucherpfennig entworfen, der in seiner Planung die an die Kapelle ausgerichtete Symmetrie wahrte.

Das vorliegende Modell im Maßstab 1:250 beschränkt sich auf den von den Schülerinnen und Schülern heute noch vornehmlich genutzten Teil des Altbaus und berücksichtigt die recht verwinkelte Gestaltung des hinteren Gebäudekomplexes lediglich im Grundriß.

 

Hinweise zum Bau des Modells

Vorbereitungsarbeiten

  1. 1. Zunächst überprüfe man an Hand der Stückliste den Bausatz auf Vollständigkeit.
  2. 2. Folgendes Werkzeug sollte man sich zurechtlegen: Schere, Geodreieck zur Gewährleistung eines lotrechten Aufbaus der Wandteile, Lineal mit Stahlkante oder Lineal aus Metall zum Anreißen der Knicke, Messer zum Anreißen, Klebstoff (z.B Pritt Klebestift 40 g Stift), Streichholz oder besser Haarpinsel mit nach oben dünner werdendem Holzgriff zum Andrücken von Klebekanten in unzugänglichen Ecken, einige Büroklammern.

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Den kompletten Bausatz mit der vollständigen Bauanleitung kann man über das Sekretariat der Schule oder direkt über Herrn Langer beziehen.

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